„So schmeckt die Region“

Aktionswochen für mehr Bio-Regionalität in der Berliner Gemeinschaftsgastronomie

22.09.–02.10.2026

Rund um Berlin wachsen richtig gute Bio-Produkte: von der Brandenburger Linse über Roggen und Kürbis bis Rote Bete. Bei „So schmeckt die Region“ rücken Berliner Kantinen genau diese Zutaten in den Mittelpunkt und zeigen, wie viel Leckeres daraus entstehen kann – frisch, saisonal und mit Handwerk auf den Teller gebracht. Was hier überzeugt, kann auf den Speiseplänen bleiben, weit über die Aktionswochen hinaus.

Was gibt’s von hier?

Im Mittelpunkt stehen ausgewählte bioregionale Produkte, die zur Berliner Methode passen und für Großküchen geeignet sind. Sie bilden den Warenkorb, aus dem sowohl unsere drei Aktionsgerichte als auch eigene Kreationen der Küchen entstehen können.
Mehr zu den Höfen
und Produzenten

Die Aktionsprodukte

Der Warenkorb versammelt Produkte, die in der Region wachsen und in der Großküche funktionieren, saisonal, in Bio-Qualität und über die gewohnten Bestellwege verfügbar.

RoggRyce

Während Reis oft um die halbe Welt reist, wächst Roggen im Berliner Umland. Ryce – wie Reis, aber aus Roggen – schmeckt angenehm nussig und bringt Biss und Ballaststoffe auf den Teller. Körnig und lecker, für alles von Bowl bis Bulette.

Möhre

Knackig und leuchtend orange: Die Möhre bringt Farbe und jede Menge Beta-Carotin auf den Teller. Ob roh, geschmort, gebacken oder als Suppe, überall bringt sie ihre köstliche Süße mit. Und je frischer sie geerntet wird, desto intensiver der Geschmack.

Kartoffel

Bodenständig im wahrsten Sinne: Die Kartoffel liebt, was anderswo als armer Boden gilt – Brandenburgs Sand. Frisch geerntet schmecken Laura, Linda und Co. nussiger und feiner als lang gelagerte Ware. Ob als Stampf, Salat oder Gratin: ehrlich, unkompliziert, einfach lecker.

Kürbis

Von Hokkaido bis Butternut: Kürbis ist das Herbstgemüse schlechthin. Er kommt in vielen Sorten daher, mal nussig, mal mild, mal mit essbarer Schale, mal ohne. Ob als Suppe, geröstet oder im Curry: Kürbis bringt Farbe und Cremigkeit und sorgt für wohlige Wärme an kalten Tagen.

Kichererbse

Ursprünglich aus dem Süden, heute auch in Brandenburg zu finden: Die Rote Kichererbse fühlt sich hier pudelwohl und bindet nebenbei Stickstoff im Acker. Cremig im Püree, knusprig aus dem Ofen, würzig im Eintopf, ein pflanzliches Kraftpaket, das satt und zufrieden macht.

Linse

Die Brandenburger Bio-Linse hat’s in sich. Eiweißreich, sämig und vielseitig einsetzbar vom Eintopf bis Auflauf. Und: Sie wächst direkt vor den Toren der Stadt. Regional geht eben auch bei Hülsenfrüchten.

Rote Bete

Erdig, süß und tiefrot: Die Rote Bete bringt Farbe auf den Teller und steckt voller Eisen und Folsäure. Gut eingelagert hält sie sich bis tief in den Winter, wenn draußen sonst wenig wächst. Roh, geschmort oder im Salat, sie macht in jeder Rolle eine gute Figur.

Die Aktionsgerichte

Drei erprobte Rezepturen zeigen, wie die Produkte in der Großküche funktionieren, als Inspiration gedacht, nicht als Pflicht. Die Küchen können sie 1:1 übernehmen, anpassen oder eigene Gerichte aus dem Warenkorb entwickeln.

Lust auf mehr Rezepte?

Bei Kantine Zukunft entstehen laufend neue Rezepturen, die frische, saisonale und pflanzliche Küche in den Kantinenalltag bringen.

Aktionsgerichte die sich auch gut zu Hause nachkochen lassen, finden Sie hier:

  • Kantine macht glücklich — Moderne Interpretationen bekannter Klassiker und Gerichte mit überraschendem Twist, bei denen Gemüse der Headliner ist.
  • So schmeckt Brandenburg! — Regionale Aktionsgerichte aus Brandenburger Kantinen, entwickelt von Kantine Zukunft Brandenburg.

Die teilnehmenden Einrichtungen

Sechs Berliner Einrichtungen sind dabei, von der Betriebskantine über die Kita bis zur Bundesbehörde. Gemeinsam bringen sie die Aktionsgerichte an vielen Orten der Stadt auf den Teller.

WIB-Kantine

In der Kantine der Weißenseer Integrationsbetriebe landen die regionalen Bio-Gerichte auf 150 Tellern pro Tag.

BSR – Kantine Ringbahnstraße

Die Betriebskantinen der Berliner Stadtreinigung versorgen täglich 6.000 Mitarbeitende und bringen die Aktionsgerichte in eine der großen Berliner Betriebsgastronomien.

BMFTR (Widynski & Roick)

In der von Caterer Widynski & Roick betriebenen Kantine gehen täglich rund 250–300 Portionen über die Theke, mitten im Regierungsviertel.

BMF (Widynski & Roick)

In der von Caterer Widynski & Roick betriebenen Kantine kocht das Küchenteam täglich um die 800 Portionen.

INA.KINDER.GARTEN

Die Küchen der Kitas Lützowstraße und Rosenheimer Straße bringen die Aktionsgerichte kindgerecht auf den Tisch, für rund 80–100 Esser*innen täglich.

Fröbel e.V.

Die Kitas Daumstraße und Fröbelspatzen des Trägers Fröbel zeigen, dass regionale Bio-Küche schon den Jüngsten schmeckt – insgesamt gibt’s hier über 300 Portionen täglich.

Greens unlimited Berlin

In vielen Berliner Schulen inklusive der eigenen Kantine des Caterers am Olympiastadion versorgt Greens über 4.000 Schüler*innen pro Tag.

Höfe & Produzenten

Hinter jedem Aktionsprodukt steht ein Betrieb aus der Region. Vieles davon ist bereits über den Großhandel gelistet und damit für Küchen jeder Größe beziehbar.

Ökodorf Brodowin

Rote Bete aus dem Landkreis Barnim

Einer der bekanntesten Biobetriebe Berlin-Brandenburgs, gelegen im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin. Seit 1991 wirtschaftet Brodowin konsequent nach Demeter-Richtlinien und ist damit einer der größten biodynamischen Betriebe Deutschlands. Auf rund 1.200 Hektar werden Getreide, Ackerfutter und rund 20 verschiedene Gemüsesorten angebaut, dazu kommen Milchvieh, Hühner und die eigene Meierei.

Gut Ogrosen

Brandenburger Bio-Linse und RoggRyce aus dem Spreewald

Ein Bio-Betrieb mit Ackerbau, Milchviehhaltung, Hofkäserei und Ölmühle am südwestlichen Spreewaldrand. Zusammen mit dem Milchschafhof Schafgarbe und dem Ziegenhof am Gut Ogrosen bildet er die Ökologische Höfegemeinschaft Gut Ogrosen. Auf rund 480 Hektar wachsen Getreide, Öl- und Hülsenfrüchte in weiter Fruchtfolge, darunter die Brandenburger Bio-Linse und Lichtkornroggen für RoggRyce, eine Reis-Alternative aus heimischem Getreide.

Bauernhof Erz

Bio-Kürbis aus dem Oderbruch

Ein Junglandwirt-Betrieb im Oderbruch, gegründet 2013 von Hanna und Johannes Erz nach ihrem Ökolandbau-Studium in Eberswalde. Auf rund zehn Hektar Fläche stehen Kürbis, Kartoffel und Linse als Hauptkulturen, dazu kommen Bio-Eier aus Mobilstallhaltung. Der Hokkaido-Kürbis ist inzwischen das Herzstück des Hofs und wird auf vier Hektar angebaut. Familie Erz setzt auf samenfestes Saatgut, den Verzicht auf Hybridsorten und den engen Kontakt zu ihren Abnehmern in Berlin und Umgebung.

Bauerngut Templin

Bio-Kartoffeln aus dem Oderbruch

Ein Demeter-Betrieb im märkisch-oderländischen Libbenichen, geleitet von Jürgen und Maya Templin. Der Betrieb ist auf Ackerbau spezialisiert, mit Getreide und Kartoffeln als Hauptkulturen. Die fruchtbaren Böden des Oderbruchs bieten dafür ideale Bedingungen. Templin ist Gründungsmitglied des „Märkischen Wirtschaftsverbunds“ und Partnerbetrieb von „fair & regional Bio“, er zählt zu den erfahrenen Bio-Kartoffelerzeugern der Region.

Beerfelder Hof

Bio-Kartoffeln aus Ostbrandenburg

Ein Demeter- und Naturland-Betrieb im Landkreis Oder-Spree, rund 50 Kilometer östlich von Berlin. Auf 745 Hektar bewirtschaftet Landwirt Johann Gerdes eine vielfältige Fruchtfolge mit Getreide, Ölfrüchten und Hülsenfrüchten, dazu kommen rund 100 Fleischrinder in ganzjähriger Weidehaltung. Die Kartoffel hat auf dem Hof einen besonderen Platz, obwohl Brandenburgs Kartoffeltradition längst verblasst ist, setzt der Beerfelder Hof konsequent auf sie und produziert, lagert und kühlt die Ware direkt vor Ort.

Gärtnerei Dech

Bio-Kartoffeln, -Gemüse und -Kohl aus regionalem Anbau

Ein biodynamischer Hof, 1991 von Kai und Christine Dech aufgebaut und Gründungsmitglied der biologisch-dynamischen Arbeitsgemeinschaft in Brandenburg. Der Schwerpunkt liegt auf Kartoffel-, Gemüse- und Kohlanbau, vermarktet wird über den Naturkost-Großhandel nach Berlin-Brandenburg. Der Hof arbeitet nach den Prinzipien der regenerativen Landwirtschaft, mit Fokus auf Bodenleben und Humusaufbau.

Gärtnerei Kraut & Krume

Rote Bete aus dem Oderbruch

Ein Demeter-Gemüsebaubetrieb in Libbenichen, betrieben von Claudia und Felix Gräßer. Die Gärtnerei baut nach den Richtlinien des Demeter-Verbands verschiedene Gemüsesorten an, darunter Rote Bete für die Berliner Gemeinschaftsgastronomie. Der Betrieb sitzt direkt neben dem Bauerngut Templin, gemeinsam prägen die beiden Höfe das Oderbrucher Bio-Cluster mit.

WERGO Garten & Land

Bio-Gemüse aus dem WIB-Verbund

Der zertifizierte Bio-Gartenbaubetrieb des WIB-Verbunds baut auf rund 30 Hektar in Berlin-Marienfelde und Umgebung Gemüse in Bio-Qualität an, darunter Kartoffeln, Kürbis, Rote Bete und weitere saisonale Kulturen. Rund 80 Prozent des Gemüses, das in der WIB-Kantine auf dem Teller landet, stammt vom Schwesterbetrieb WERGO. Zugleich schafft WERGO als Inklusionsbetrieb Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen.

Mehr aus der Region?

Wer wissen möchte, welche Bio-Höfe rund um Berlin produzieren und wie ihre Produkte den Weg auf den Teller finden, findet in unserer Broschüre „Aus der Region“ einen umfassenden Überblick. Zusammen mit der Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg e. V. (FÖL) haben wir Informationen aus und über die Region rund um Berlin zusammengestellt, für Küchen, die regional einkaufen wollen, und für alle, die neugierig sind, wo ihr Essen wächst.

Die Broschüre gibt es digital zum Download und als Print-Ausgabe.

Teil der bundesweiten Kampagne

„So schmeckt die Region“ ist der Berliner Beitrag zur bundesweiten Aktion „Bio aus unserer Region“ im Rahmen der Maßnahme „Bio komm‘ mit“ des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat.

Eine Aktion von Biostadt Berlin, Bio-Städte-Netzwerk und Kantine Zukunft

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Kantine-Zukunft-Talk "Lebensmittelhandwerk – Zwischen Herkunft und Zukunft" am 14.10.2026, 18 Uhr: Rundgänge durch die Markthalle Neun + Inspirierende Impulse + Podiumsgespräch + Networking + Drinks & Snacks

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